Harmonisches Duo "Livio-Fabian"
Bilder von den Rennen
Wörgl liegt zwischen Insbruck und Salzburg, unweit von Kitzbühl und stellt eine herrliche Landschaft dar. Wörgl hat sich mit der neuen und sehr attraktiven Inline-Anlage in der Speedskater-Szene nun auch einen Namen geschaffen. Am 3./4. Juni 2006 wurde die 250 Meter-Bahn mit einem internationalen Kriterium eingeweiht. Ein würdiger Rahmen, obwohl das Wetter zeitweise etwas spielverderberisch war. Auch ein gutes Dutzend Schweizer waren am Start und wie sich zeigen sollte, recht erfolgreich. Das Starterfeld hat sich auf der Startliste vielversprechend gezeigt. Wohlklingende Namen wie "Tatabania" waren ebenso zu lesen wie Zuchwil. Fabian und Tatjana liessen es sich nicht nehmen, im Tirol an den Start zu gehen.
Tatjana gewinnt gegen die polnische Landesmeiserin
Tatjana hatte es in der Kategorie Schülerinnen B u.a. mit der polnischen Landesmeisterin zu tun bekommen. Ein Gradmesser sondergleichen, denn immerhin hat sie in diesem Jahr in Gross Gerau bei den Schülerinnen den sensationell guten 2. Rang erzielt. Packend und sehr rasant wurden die Rennen jeweils angegangen. Im 1000-Meter-Lauf hatte die Polin zu Beginn des Rennens die Nase vorn und Tatjana musste mächtig kämpfen. Die bessere Kondition war schlussendlich ausschlaggebend dafür, dass die Schlussrunde zugunsten der Schweizerin ausfiel und so ein 1. Zwischenrang resultierte. Im 300-Meter-Lauf erwischte die Tesa-Rollerin einen fulminanten Start und sie liess die blonde Malwina Fituch im Windschatten folgen. Diese griff auf der langen Geraden an und Tatjana konterte vor der Kurve souverän und verschärfte das Tempo, so dass erneut ein "Etappensieg" herausschaute. Im 500-Lauf schlug die Zuchwilerin von Beginn weg ein derart horrendes Tempo vor, dass der Stadionspeaker befürchtete, dass bald einmal ein Einbruch folgen wird. Das Gegenteil war der Fall und die polnische Meisterin versuchte es gar nicht mehr, aus dem Windschatten zu weichen. Insbesondere weil Tati in den Kurven zumachte und zielstrebig auf den Gesamtsieg losfuhr. Seit langem wurde sie wieder mal so richtig gefordert und dieses starke Duo bot den Zuschauern spannende Rennverläufe.
Fabian und Livio dominierten gemeinsam das Teilnehmerfeld
Wie stark das grosse Teilnehmerfeld der Jugend Knaben war, konnte zu Beginn des ersten Laufes nicht abgeschätzt werden. Deshalb wurde das 3000-Meter-Rennen auch taktisch angegangen. Das Tempo war nicht sonderlich hoch und die Positionen an der Spitze wechselten ständig. Im Pulk stürzte ein Mitstreiter und Fabian konnte nur mit sehr viel Glück an dem Unglücksraben vorbeifahren und einen Stolperer verhindern. Danach entschlossen sich Fabian und Livio, einen Angriff zu starten. Dies glückte und dieses Duo fuhr dem Feld unaufhaltsam davon. Harmonisch wechselten sie die Führung jeweils nach einer halben Runde ab und so wuchs der Vorsprung unaufhörlich. Beeindruckend, wie eingespielt der Wechsel funktionierte, so als hätten sie dies schon immer miteinander gemacht. Die übrige Konkurrenz stritt sich um den 3. Zwischenrang, während Livio knapp vor Fabian als Erster über die Ziellinie fuhr. Zu erwähnen gilt es, dass im Verfolgerfeld u.a. kein Geringerer als Tristan Ulreich am Start war. Immerhin ein Läufer aus dem Österreichischen Bundeskader, was das hohe sportliche Niveau zu unterstreichen vermag. Im 1500-Meter-Lauf starteten Fabian und Livio gleich von Beginn weg durch und schon bald resultierte eine halbe Runde Vorsprung. Bewunderung löste diese Leistung nicht nur in den eigenen Reihen aus. Logische Folge davon war ein erneuter 1. Zwischenrang für Livio und ein 2. Zwischenplatz für Fabian. Dieses Duo wollte diese Leistung im abschliessenden 2000-Rennen wiederholen. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Bei der Hälfte des Rennens waren die Schweizer-Boys schon wieder auf und davon. Niemand zweifelte an einem erneuten Doppelsieg. Wenn da nur nicht der Sturz von Livio gewesen wäre, dem auch beinahe Fabian zum Verhängnis geworden wäre. Mit grossem Vorsprung lag Fabian nun alleine in Front, während Livio die Verfolgung hinter dem Feld aufnahm. Fabian entschloss sich, das Tempo rauszunehmen und auf Livio zu warten. So konnte aber auch das Feld wieder aufschliessen und erneut ging die Jagd los. Doch zuviel Kraft kostete die Aufholjagd und die Konkurrenten schnupperten "Morgenluft" und kämpften wie junge Pferde. Fabian führte fortan das Feld alleine an, während sich die anderen im Windschatten erholen und auf den Schlussspurt vorbereiten konnten. Das Führungsquartett setzte sich vom übrigen Feld ab und gab auf der letzten Runde alles. Fabian zollte der Führungsarbeit Tribut und musste sich wegen 3. Hundertsels "nur" mit dem 4. Zwischenrang begnügen. Dies reichte aber wegen dem besseren Resultat über die Langdistanz schlussendlich doch noch für den 2. Gesamtrang und so ist es zum verdienten Schweizer Doppelsieg gekommen. Viel mehr wert ist aber wohl auch die gewonnene Erkenntnis, was in einem nächsten ähnlichen Rennverlauf taktisch besser zu machen wäre. Das Warten auf den Partner war mehr als fair von Fabian und zeigt den Teamgeist auf. Auch ein Sololauf wäre denkbar gewesen, denn mit Sicherheit hätte Livio den zweiten Zwischerang für sich entscheiden können. Doch wie auch immer; wer lange im Windschatten bleiben kann, der hat genügend Reserven für den Schlussspurt.
Danke für die Unterstützung und Betreuung
Eine buntgemischte Truppe verbrachte ein Wochenende mit Sonnenschein und Regen. Unter den Dächern von drei Zelten fanden aber alle ein schattiges oder trockenes Plätzchen. Die Stimmung im "Schweizer-Lager" war einmalig gut und die Betreuung von Dani, Hoa und Pesche einzigartig.
Siehe auch www.scwoergl.com/speedskating/
Ergebnisse Schülerinnen B [123 KB]
Ergebnisse Jugend Knaben [56 KB]
Tolle Rennen
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