Einmalig, einmalig, einmalig........!!!
- Bilder Aufwärmen
- Junioren Teil 1
- Junioren Teil 2
- Junioren Teil 3
- Kids
- Bilder Trainerstab
Pünktlich wie vereinbart waren praktisch alle am Besammlungsort in Dietikon eingetroffen. Hätten wir von den deutschen Gepflogenheiten schon damals gewusst, so hätte wohl schon zu dieser Zeit jemand die legendären 10-Liegestütze „geniessen“ dürfen. Anschliessend noch ein kleiner Abstecher zum Bahnhof und komplett konnte zumindest der eine Bus die Reise antreten. Der andere blieb am Schweizer Zoll bei der Einreise aus Deutschland hängen, weil jemand den Pass vergessen hatte. So mussten wir in Cham den weiteren wartenden Gästen mitteilen, dass der „Transporter“ etwas später eintreffen wird. „Zimmermann und Stirnimann“ nutzten dort die Gunst der Stunde und stiegen im „Jugendbus“ zu. Nichts konnte nun mehr die Reise Richtung Süden aufhalten. Zügig ging es voran und früher als erwartet trafen wir in Grosseto ein. Am Montag lachte die Sonne und der Trainerstab legte gleich mächtig los. Intensiv trainierte die Jugendschar auf 320 Rollen (etwas über 40 Nachwuchs-Skater), wobei es eine Jugendgruppe 1 und 2, sowie eine Kids-Gruppe gab. An diesem Tag hatte Anna als Samariterin wohl am meisten zu tun. Da freute sich die Pflasterproduktionsfirma wohl mächtig. Die Wunden heilten allesamt bestens ab. Schliesslich hiess das Geheimmittel „Brennsprit vermischt mit Salz“.
Am zweiten Tag regnete es am Morgen. Wer nun glaubte, es gehe gemächlich zu und her, der wurde eines Besseren belehrt. Ab zum Jogging, Kräfte tanken mit diversen Kraftübungen, Sprintspielen am Strand etc. Am Nachmittag lachte ja schon wieder die Sonne und im Speedodromo ging die Post ab. Dass sich die Schweizer in vielen Landessprachen verständigen können, durfte dort unter Beweis gestellt werden. Langes Gespräch mit den Einheimischen vermittelte Einblicke in die Trainingswelt der Italiener. Oder haben wir doch nicht alles verstanden. Nun gut. Die Technik der Junioren wurde gefilmt und später dann analysiert.
Nach zwei intensiven Trainingseinheiten entschieden sich die Kids-Trainer, mit drei Knirpsen die Strecke von 12 km auf den Rollen zurück zu legen. Ein unvergessliches Feeling sei es gewesen, über den feinen Asphalt des Radweges zu gleiten. Zügig sei es voran gegangen und dies sei eines der schönsten sportlichen Erlebnisse für die Jüngsten im Bunde gewesen. Die im Car fahrenden Kinder mussten leider eine Schrecksekunde verdauen. Das Entsetzen stand den Kindern noch lange in den Gesichtern geschrieben und ob wohl alle ruhig schlafen konnten, war nicht zu klären. Was war geschehen? Aus dem Fenster schauend mussten sie mitansehen, wie zwei Trainer ohne Helme auf den Skates auf einer stark befahrenden Strasse umherfuhren! Nun, mit 20 Liegestützen konnte das „Böse“ schlussendlich weggezaubert werden und die Kinder schliefen wieder ruhig und sanft. Bettruhe war übrigens jeweils auf 22 Uhr angesagt, was auch die Eltern strikte einhielten. Denn auch für die Betreuer war es „e Chrampf“ jeweils um 6 Uhr wieder aufzustehen.
Am Mittwoch wurde nach zwei intensiven Trainingseinheiten noch ein „Plausch“-Hockey-Spiel angesagt. Die Schweiz (mit der jüngsten Truppe), gegen die Trainer und eine Gruppe aus Deutschland. Nach sechs Spielminuten und zwei knapp verlorenen Spiele schieden die Schweizer bereits aus, während die anderen beiden Gruppen noch fast eine Stunde lang weiter spielten. Schade, denn auch die zum zuschauen Verknurrten hätten gerne noch gespielt, anstatt dem etwas vergifteten Spiel so lange zuzuschauen. Dies ist aber auch der einzige Kritikpunkt an diesem tollen Lager. Am Donnerstagmorgen sollte es gemäss Ansage gemütlich zu und her gehen. „Nur“ ein paar lockere Runden drehen. Mit gemütlich war die „Badenwürthemberg-Pyramide“ gemeint. Eine Runde voll Power, eine Runde gemächlich. Zwei Runden voll Power, zwei Runden locker. Dies kann beliebig gesteigert werden, was schlussendlich in fünf Runden Sprint gipfelte. Dann war aber nicht schluss, denn eine richtige Pyramide geht von den Anzahl Runden her wieder zurück. Also 5, 4, 3, 2, 1, platt!! Am Nachmittag vergnügten sich die meisten in Saturnia im Naturbad mit schwefelhaltigem Warmwasser, während sich die anderen beim Radfahren vergnügten. Keine herkömmlichen Räder, sondern solche mit sechs Sitzplätzen. Auch ganz schön anstrengend, insbesondere weil das Ganze auf der Strandpromenade zu einem Rennen ausartete.
Am Freitag dann erneut zwei Trainingseinheiten. Die eine mit dem Hauptaugenmerk auf die Staffel. Dass der Anschiebende beim Anstossen mit den Händen nicht abrutschen sollte, musste Fabian schmerzlich erleben. Durch eine Rotation drehte es ihn förmlich um und rückwärts fahrend prallte er in die Bahnumrandung. Mit einer Schürfwunde war er noch gut bedient. Denn an selber Stelle und in ähnlicher Sturzlage brach sich vor zwei Jahren ein Schweizer das Bein. Annas „Sprit-Salz-Tinktur“ wirkte auch hier Wunder und sogleich stand der Unglücksrabe wieder auf der Bahn. Alles in allem darf von einer tollen, ja sehr tollen Woche gesprochen werden. Go to speed ist es gelungen, einen Top-Trainerstab zusammen zu kriegen, die ihre Sache mehr als bravourös meisterten. Nicht unerwähnt lassen möchten wir vor allem die einmalige Trainerleistung von Dirk und Jürgen. Sie haben es verstanden, die Kids zu motivieren und zu begeistern. Es ist nicht selbstverständlich, dass die knapp 10-jährigen Jungskater insgesamt 20 Stunden Sport treiben, ohne zu murren oder zu flennen. Keines der Kids hat aufgegeben und alle haben an allen Einheiten mitgemacht. Wer schlussendlich eher platt war, ist wohl nebensächlich. Denn oft hatten die Zaungäste den Eindruck, dass diese harmonische Truppe gar nicht mehr aufhören wollte mit dem Training. Dies hat aber auch gezeigt, was diese knirpsigen Rollenflitzer zu leisten in der Lage sind. Das Training kann noch so intensiv sein. Wenn der Zusammenhalt untereinander stimmt, dann reicht die Puste noch lange. Und wer Jürgen bei seiner Arbeit zugeschaut hat, der hat das Feuer der Begeisterung richtig gehend aus seinen Augen lesen können. Aber auch Rainer vermochte mit seiner Art die Junioren zu begeistern. 30 Stück auf einem Haufen zu motivieren ist nicht einfach. Es ist ihm aber zusammen mit seinen Trainern gelungen, eine Welle der Begeisterung rüber zu bringen. Das Fazit der Schweizer: wir sind im nächsten Jahr wieder dabei.
Beim Aufwärmen
Junioren Teil 1
Junioren Teil 2
Junioren Teil 3
Kids
Trainer-Crew