inline 2006-2007

Bahnrennen Rixheim

Aufwärmen am Samstag

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Rennen vom Sonntag

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Gleich im ersten Rennen ein Sieg
Rixheim gehört zu einem interessanten und empfehlenswerten Bahnrennen anlässlich des Croco Inline-Cup. Bereits am Samstag haben wir uns nach Frankreich begeben. Mit der Familie Zimmermann haben wir einen Trainingsnachmittag vereinbart. In einer herrlichen Gegend mit beeindruckenden Rebengebieten düsten das Trio zusammen mit Quentin und Michael Zimmermann den endlosen Radwegen entlang. Auch ein Sturz mochte das Quintett nicht bremsen, hingegen der einsetzende Platzregen schon. Doch das Timing stimmte und am vereinbarten Treffpunkt kamen sie noch trocken an. Der Abend verlief ebenso gemütlich, wofür wir den Freunden aus Frankreich danken. Die Nacht auf einem herrlichen Gutshof war kurz und der Schlaf tief.
Anderntags krähte der Hahn bereits um 6 Uhr zur Tagwache. Auf ging es nach Rixheim, wo uns eine 400-Meter-Bahn mit perfektem Strassenbelag begrüsste. Eigens für diesen Anlass hat die Gemeinde Rixheim den Belag erneuert, wobei sie Material vom Feinsten benutzten. Die drohenden Wetterwolken verzogen sich rasch einmal und zeitweise lachte sogar die Sonne. Die fünfköpfige TESA-Truppe hatte sich Grosses vorgenommen und wie sich zeigen sollte, ging die Taktik auch auf. Gleich beim ersten Rennen der Super-Mini-Filles zeigte Daria Hofer, dass auch die Knaben keine Chance hatten (Mädchen und Knaben wurden zusammen gestartet). Zu schnell rollte die Limmatthalerin vom Start weg davon. Bravoureus meisterte sie alle drei Distanzen über 400, 100, und 500 Meter. Der Sieg war ihr ob dieser Leistung gewiss.

Ein Wimpernschlag fehlte Tatjana Gyr zum Gesamtsieg
Tatjana Gyr traf auf die sehr starke Elodie Begic in der Kategorie Mini Filles. Dennoch hatte sie sich einiges vorgenommen. Dementsprechend geladen zog sie im 800 Meter-Rennen gleich los und liess die Französin hinter sich. Nach 600 Meter schien die Luft jedoch draussen zu sein und die Führungsarbeit strafte die Schweizerin, so dass die Französin im Schlussspurt davon ziehen konnte. Beim 100-Meter-Lauf entschied ein winziger Wimperschlag zu Gunsten von Elodie und das Zielfoto musste entscheiden, wer gewonnen hatte. Eine Schienenlänge entschied zu Ungunsten von Tatjana. So war schon fast klar, dass sich Tatjana mit dem zweiten Schlussrang begnügen musste. Trotzdem gab sie im dritten Rennen über 800-Meter nochmals alles. Als Vorgabe wurde ihr mitgegeben, diesmal den Windschatten auszunützen und vor der letzten Kurve mächtig Gas zu geben. Die Taktik ging auf und im richtigen Moment überholte sie die Widersacherin. Mit komfortablem Vorsprung und unter den Anfeuerungsrufen der zahlreichen Zuschauern donnerte sie als Siegerin dieses Rennens Richtung Ziel. Mit dem 2. Schlussrang und der gezeigten Leistung darf sie mehr als zufrieden sein. Schliesslich ist Elodie auch noch ein Jahr älter als die TESA-Skaterin.

Tolle Leistung von Fabian Gyr, Sturzpech von Jan Hofer
Bei den Poussins kam es zu einem Ländervergleich sondergleichen. Fabian Gyr und Jan Hofer gegen Quenntin Zimmermann und Matthias Musslim. Die weiteren Mitstreiter blieben hingegen chancenlos. Insbesondere Matthias wollte an diesem Tag die Schweizer-Laune trüben, was ihm aber nicht gelang. Zu stark fuhr Fabian an diesem Tag. Obwohl der grossgewachsene Blondschopf während dem gesamten Verlauf des 1500-Rennens die Führung inne hatte und sich die Gegner im Windschatten ausruhen konnten, liss er sich im Zielsprint nicht überholen. Der Grundstein für einen erfolgreichen Tag war nach diesem anstrengenden Rennen gelegt. Jan Hofer hatte einen guten Fight geliefert, der aber "nur" mit dem 4. Zwischenrang belohnt wurde. Die Franzosen erhofften sich im 100-Meter-Sprint Sieges-Chancen. Da haben sie aber nicht mit der blauen TESA-Welle gerechnet. Bereits im Halbfinal zeigten die ITL-er, was Sache ist und konnten so problemlos in den Final einziehen. Die Spannung wurde durch den Speaker noch zusätzlich angeheizt und die Zuschaueraugen fokkussierten sich auf den Final. Fabian gewann auch diese sportliche Austragung klar und Jan kam als Dritter ins Ziel. Die Ausgangslage für die letzten 5 Runden über 2000 Meter war klar und Jan wurde angewiesen, dran zu bleiben und eine runde vor Schluss auf der Graden anzugreifen (zu diesem Zeitpunkt durfte sich Jan berechtigte Hoffnungen auf eine Medaille machen). Leider wurde sein Rennen bereits nach 300 Meter jäh durch einen Sturz unterbrochen. Fabian hatte wiederum die Führung übernommen und hinter ihm drängten sich gleich vier Läufer um den zweiten Platz. Aus diesem Gerangel heraus stürzte Matthias und Jan versuchte mit einem Sprung vergebens, dem Unheil auszuweichen. Die beiden "Sturzopfer" standen zwar sofort wieder auf, aber eine Aufholjagd war unmöglich. Fabian hatte dieses Missgeschick nämlich mitbekommen und verschärfte sogleich das Tempo. Da konnte auch Quenntin bereits nach wenigen Metern nichts mehr ausrichten und mit fast einer halben Runde Vorsprung ging der Sieg in die Schweiz. Dies bedeutete auch Platz 1 in der Gesamtabrechnung für Fabian und Rang 4 für Jan Hofer.

Schweizer Katz- und Mausspiel mit Sebastian Gyr und Livio Wenger
Zu den Benjamines wurden die älteren Girls der Kategorie Minimes Filles beigemischt. Darunter befand sich auch eine international starke Läuferin aus Frankreich. Die Rundenzeiten zum 2000 Meter-Lauf waren zu Beginn recht gemächlich, eh die Französin das Tempodiktat übernahm. Ab ging die Post und nur gerade Livio Wenger und Sebastian Gyr konnten als männliche Vertreter mithalten. Zwischenzeitlich hat sogar Sebastian die Führung übernommen und Livio in der Schlussrunde den Weg frei gemacht, für einen Schweizer Sieg. Im 100-Sprint siegte Livio klar, während Sebastian (als 3. im Ziel) durch einen Mitkonkurrenten regelwidrig behindert wurde. Dieser wurde disqualifiziert und Sebastian durfte sich zu Recht über den zweiten Platz freuen. Im 3000-Meter-Abschlussrennen ermahnten die Schiris die Knaben, nicht mit den Girls zu laufen. Von dem kamen die Zuschauer nichts mit über und es erstaunte etwas, dass die Boys in einen Bummelzug losfuhren. Die Ladies zogen davon und erst jetzt begannen die "Spiele der Schweizer Lausbuben". Sebastian zog das Tempo an und fuhr davon, während Livio die Verfolger blockte. Keiner der Franzosen versuchte auch nur annähernd, selber aktiv zu werden. So erhöhte Livio das Tempo mit zwei, drei kurzen Antritten und abgerissen war das Läuferfeld. Sebastian liess ihn aufschliessen und nur ein Franzose vermochte zu folgen. Da erhöhte Sebastian abermals das Tempo, liess Livio heranfahren und überholen, während der einzig verbliebende Mitstreiter wieder ausgebremst wurde. In der Schlusskurve ein ähnliches Spiel, der Franzose wurde ausgeblockt und die beiden Eidgenossen konnten so die Plätze 1 (Livio) und 2 (Sebastian) feiern, was auch in der Gesamtabrechnung die selben Ränge bedeutete.

Ein spassiger und spannender Tag ging mit vier TESA-Podestplätzen zu Ende. Die Gastfreundschaft in Rixheim ist einmalig, die Zuschauerkulisse fantastisch und der Rennbelag extraklasse. Im nächsten Jahr werden wir wieder dabei sein und es ist zu hoffen, dass noch mehr Schweizer den Weg nach Rixheim finden werden.