Rollend am Kloster vorbei
An der als Schweizer Meisterschaft ausgetragenen sechsten Etappe des Swiss Inline Cup in Einsiedeln sicherten sich Pia Knecht (Heimenschwanden) und überraschend der 18-jährige Raphael Pfulg (Staufen) die Titel. Die zwei schafften im international besetzten Rennen um den Sihlsee mit den Rängen 5 respektive 2 die besten Schweizer Klassierungen.
Einsiedeln. Die 27-jährige Knecht (Weltnummer 9) holte ihren Titel aus dem Jahr 2002 zurück, während es für den erst 18-jährigen Aargauer das erste Gold in der Königsklasse war. Der Erfolg war nicht geplant. Pfulg, sich beinahe entschuldigend: "Die Teamstrategie war auf Reto Felder ausgerichtet. Im Sprint aber war er nicht in einer guten Position, bei mir tat sich die Lücke auf. So blieb mir fast nichts anderes übrig, als die Chance zu nutzen." Läusi, wie Raphael in der Szene genannt wird, bestätigt mit dem Titel seine Klasse, die seit Jahren bekannt ist: als Junior gewann er drei Medaillen an Europameisterschaften. Noch im Winter hatte er sich überlegt, den Sport an den Nagel zu hängen. "Gut, habe ich es nicht getan". Der Arther Nicolas Iten (4. Tagesrang) gewann Bronze mit 11 Hundertstel Sekunden Rückstand auf Pfulg – und war enttäuscht. "Ich wollte mehr." Iten hatte zusammen mit seinem Teamkollegen Marc Christen (Silber) den Sprint angezogen, am Ende fehlten nur wenige Zentimeter. Mehr erhofft sich der 20-jährige Maturand nun am kommenden Samstag am Marathon um den Zugersee, an dem bis zu 5000 Teilnehmer erwartet werden. Iten: "Das ist unser Heimrennen und wir wollen den Zuschauern etwas bieten. Deshalb heisst unsere Devise: Angriff!". Einen Platz unter den Top Fünf hat er sich vorgenommen, ein ehrgeiziges Ziel. Den am Klassiker am Zugersee werden deutlich mehr international erfolgreiche Skater am Start stehen als in Einsiedeln. – Den Einsiedler Halbmarathon gewannen bei den Herren der in Cham wohnhafte Neuseeländer Kalon Dobbin (26.55,09) und bei den Frauen die Weltnummer 1, Theresa Cliff aus Amerika (32.06,29), die sich mit ihrem vierten Sieg praktisch den prestigeträchtigen Gesamtsieg am Swiss Inline Cup 2004 sicherte. Insgesamt nahmen 2200 Skaterinnen und Skater teil, was neuer Teilnehmerrekord bedeutet und einem Zuwachs von 15 Prozent gegenüber Vorjahr entspricht. (Quelle dieses Textes www.swiss-inline-cup.ch)
Auf den Rollen